Re: (Problemhunde) Agression gegenüber Artgenossen


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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von Steffen, steffen@dogteam.de, 15. Dezember 03 um 16:02 Uhr:

Antwort auf: (Problemhunde) Agression gegenüber Artgenossen geschickt von Claudia Richter am 15. Dezember 03 um 09:42 Uhr:

Hallo Claudia,

was Du schreibst klingt zum Einen so, als würdest Du Dich schon etwas intensiver mit Hunden beschäftigen.

In der Tat ist ein Verhalten, wie Du es beschreibst, sehr häufig auf eine Mischung aus Angst und erlerntem Verhalten zurückzuführen. Dass Du versuchst, das Slsbtvertrauen Deiner Hündin aufzubauen ist schon ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung. Allerdings ist damit alleine das Problem sicher nicht in den Griff zu bekommen.
Natürlich solltest Du sie nur an der Leine führen, wenn andere Hunde auftauchen könnten.

Es gibt 3 Dinge, die man noch tun kann.

1. Situationen vermeiden, in denen sie dieses Verhalten weiter "trainieren" kann.

Da man das nicht 100% kontrollieren kann:

2. Richtig reagieren, wenn man unverhofft in eine solche Situation kommt. Richtig reagieren ist ein schöner Terminus... aber was ist in einem solchen Fall "richtig"?
Ganz grob gesagt: Setze Beschwichtigungssignale ein, lobe, solange sie ruhig ist und versuche in einem möglichst großen Abstand so ruhig aber auch so schnell wie möglich aus der Situation herauszukommen, OHNE sie an der Leine wegzuziehen! Ich würde dringend ein Brustgeschirr empfehlen, damit es nicht zu einem Ruck am Hals kommt, wenn sie in die Leine rennt. Ein Ruck am Hals verknüpft der Hund wieder völlig falsch und "denkt", dass der andere Hund an seinen Schmerzen Schuld hat.

3. gezielt an der Situation arbeiten.
Kennst Du jemanden mit einem souveränen Hund, der sich von Deiner Hündin angröhlen lässt, ohne "antworten" zu müssen? Das wäre ideal. Trainieren kannst Du dann, indem Du mit Deiner Hündin dem anderen Hund begegnet und Du sie lobst, wenn sie ruhig ist. Lass sie so nah ran, wie Du denkst, dass sie ruhig bleibt.
Woche für Woche dann den Abstand verringern. Sollte es dazu kommen, dass der Abstand zu klein wird, so dass sie motzen muss, bleib stehen, dreh Dich weg, tun nichts und warte einen Moment ab, wo sie wieder ruhig wird. Sie kann ja nicht einen Tag am Stück plärren ;-)
Dieses kurze ruhige Verhalten nutzt Du, um ein Geräusch zu machen, um sie auf Dich aufmerksam zu machen. Schaut sie zu Dir, kannst Du sie wieder belohnen.

Wenn noch was unklar ist an meinen recht knappen Ausführungen, frag bitte nach, bevor Du was falsch machst.

An sonsten wünsche ich Dir viel Glück!


Liebe Grüße
Steffen



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