(Ausbildung) Hund und Baby


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Die folgende Nachricht zum Thema stammt von reto bäni, 19rb60@bluewin.ch, 28. August 06 um 18:38 Uhr:

Ich habe vergeblich versucht, meine Antwort auf den untenstehenden Eintrag zus versenden. Ich erhielt immer Fehlermeldungen, obwohl ich namen und emailadresse angegeben habe. Ich hoffe die Antwort findet auf diesem Umweg die richtige Adresse:


Die folgende Nachricht zum Thema stammt von Schnecke vom 04. August 03 um 20:21 Uhr:

Hallo,
unser kleiner Mischlingshund ist 12 Jahre alt. Zugegeben, er hat nie richtig gehorcht und vermutlich immer eine etwas zu hohe Postition im Familienrudel eingenommen. Wir bekamen ihn schon erwachsen und vielleicht sieht man einem kleinen Hund manches nach, was bei einem Großen nicht funktionieren würde. (Der Fehler ist mir bewußt, aber ich denke in dem Alter schwer wettzumachen???)
Seit einigen Monaten haben wir ein Kind. Anfangs lief alles wunderbar, der Hund durfte das Baby gleich abschnuppern etc, machte sogar Anstalten unseren Winzling zu beschützen. Alles sieht anders aus, seit das Kleine krabbelt! Die Bewegungen sind hastig, es werden hohe, begeisterte Quietschtöne ausgestoßen und dem Hund schon auch mal ein paar Häärchen ausgerissen..... (natürlich vermeiden wir das, manchmal ist der Bruchteil einer Sekunde aber schon ausreichend, daß es zu spät ist). Der Hund knurrt nun schon, wenn das Baby auf ihn zukrabbelt, wenn es ihn anfaßt hat er sogar schonmal warnend geschnappt. Natürlich macht uns das Sorgen und wir sind nicht sicher, wie wir uns richtig verhalten. Vermutlich ist auch Eifersucht dabei, auch wenn sich im Tagesablauf des Hundes nicht wirklich viel geändert hat. Aber sobald ich mich mit dem Baby auf den Boden setze zum Spielen kommt er her und will um alles in der Welt Aufmerksamkeit. Wer weiß, wie man sich da richtig verhält? Ihm die Aufmerksamkeit schenken (hab ich bisher gemacht)oder ignorieren? Was tun, wenn er das Baby anknurrt?
Schon mal vielen Dank für Antworten!


ANTWORT:


Der Hund knurrt... Böser Hund?

Wenn der Hund knurrt, sagt er etwas. Er sagt, dass das krabbelnde Ding ihn Ruhe lassen soll, dass er sich bedroht fühlt. Und das ist gut so. Sei froh dass er das adäquat mitteilt und bestrafe ihn auf keinen Fall für das Knurren. Gewöhnt man dem Hund nämlich das Knurren ab, hat er nur noch die Möglichkeit sofort zu handeln, das heisst schnappen oder umstossen und das ohne jegliche warnung, denn warnen darf er ja nicht mehr.

Du bist für Hund und Kind verantwortlich und solltest diese Verantwortung auch wahrnehmen. Das heisst, DU musst deinen Hund vor dem Baby schützen. Sonst bringst du ihn in die Lage, selber handeln zu müssen, denn die "bedrohung" verschwindet ja nicht von selbst. Erpare dem Kind und dem Hund diese Erfahrung, denn sie ist eine schlechte.

Wenn der Hund knurrt, sagt mir das auch, dass Du alle andern warnsignale Signale, die der Hund gegeben hat, übersehen hast. Wenn man nichts darüber weiss erkennt man sie normalerweise eben nicht. Aber sie sind da.

Es gibt ein sehr gutes Buch darüber: "Calming Signals" (Beschwichtigungssignale) von Turid Ruugas. Das sollte eigentlich jeder Hundebesitzer einmal gelsen haben.

Ich wünsche Dir viel Spass und Erfolg mit Deinen Lieblingen.

reto


P.S. Wir werden in kürze ebenfalls Nachwuchs erhalten und haben das ganze (zusammen mit unseren zwei Hunden) also noch vor uns.




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