Die folgende Nachricht zum Thema stammt von Elli,
elli.enders@freenet.de, 09. Januar 03 um 20:54 Uhr:
Antwort auf: Re: (Problemhunde) Hilfe! mein Hund beisst geschickt von Nicole am 09. Januar 03 um 19:38 Uhr:
Also, eine richtige Erklärung für Lunas verhalten kann ich irgendwie nicht finden. Warte mal ab was der Tierarzt sagt, ob sie körperlich völlig gesund ist. Würde sie wirklich mal vollkommen durchchecken lassen. Bist Du irgendwo mit ihr in einer Hundeschule oder kennst eine gute Hundeschule in der Nähe? Das einzige was ich Dir nämlich raten kann ist daß Du mit ihr übst so daß sie in solchen Situationen wenigstens von dem schlimmsten abzuhalten ist. Mein eigener Hund z.B., ein kastrierter Rüde den ich vor 1,5 Jahren im alter von ca. 3 Jahren aus dem Tierheim zu mir genommen habe hat auch Probleme mit anderen Hunden. Bei ihm ist es allerdings wohl so daß er nicht richtig sozialisiert wurde und im Umgang mit Hunden ziemlich unsicher ist und dann erst mal den dicken Macker raushängen läßt. Egal was er für einen Hund trifft, es wird erst mal ein Kamm gestellt und geknurrt, gezeigt wer der Chef ist. Meist geht es dann in ein sehr grobes, aber doch unblutiges Spiel über. Ich weiß mittlerweile daß er wirklich nur so tut als ob und er hat wirklich noch nie einem anderen Hund ein Haar gekrümmt aber es sieht schon gefährlich aus und viele Hundebesitzer haben für seine Art kein verständnis. Bei ihm wirkt ein kleines Mittel wunder: wenn ich merke, daß sich solch eine Situation anbahnt und ich mal wieder einen ängstlichen Hundebesitzer gegenüber habe, der mir meine Versprechen nicht glaubt daß er wirklich nichts macht, dann kann ich sein Verhalten bis zu einem gewissen Punkt unterbrechen in dem ich meinen Schlüsselbund, eine klappernde Bonbondose oder ähnliches neben ihn werfe. Er ist einen kurz abgelenkt und ich habe die Gelegenheit ihn mir noch am Halsband zu fassen. Wenn die Keilerei allerdings erst mal im gange ist, ist es dafür natürlich zu spät. Bei Deiner Luna müßtest Du auch solch eine "Notbremse" finden, die Du, wenn sie denn früh genug eigesetzt wird, anwenden kannst. Ich würde sie auch schonend an einen Maulkorb gewöhnen und dann mit befreundeten Hundebesitzern, die Du ja hast, richtige Trainingseinheiten starten in denen Du solche Situationen übst. Du müßtest versuchen ihre Aggression bereits im ansatz zu ersticken, also sobald sie den anderen Hund ins Visier nimmt und sich die ersten Nackenhaare aufstellen oder das erste gegrummel zu hören ist. Vielleicht wäre es noch wichtig zu wissen wie Du reagierst wenn sie mit ihrem Theater beginnt?! Weißt Du etwas über ihre Wurfgeschwister, obs da ähnliches gab? Oder bei den Eltern? Ist echt nicht einfach Dein Fall! Und sowas kann wirklich bösen ärger geben, besonders in der heutigen Zeit!
Viele Grüße
Elli!: : Beschreibe doch mal so einen Angriff von Anfang an:
: : z.B. ob Sie sofort beim treffen auf den Hund losgeht oder erst nach einer Spielsequenz. Zeigt sie vorher irgendwelche Warnsignale, z.B. gesträubtes Fell, Knurren, gefletschte Zähne und wenn ja, wie reagiert der andere Hund darauf? Passiert es immer nur in eurem "Stamm-Gassigeh-Gebiet" oder ist es auch schon passiert in einem für den Hund unbekannten Gelände?
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: Hallo
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: : : : Ist es denn wirklich so daß sie wirklich richtig zubeißt (bis Blut fließt)? Wann ist es denn zum ersten mal passiert? Wenn sie immer viel Kontakt mit anderen Hunden hatte hat sie sich ihnen gegenüber doch sicherlich nicht von einem Tag auf den anderen geändert! Das kann ich mir nicht vorstellen! War es vielleicht so, daß sie, als ihr Sie bekommen habt viel Kontakt zu anderen Hunden hatte und dann eine Zeit lange garnichtmehr? : Hast Du Sie schonmal Deinem Tierarzt vorgestellt? Falls nicht würde ich dies zuerst ein mal tun. Es könnte evtl. auch eine medizinische Ursache haben (ich meine jetzt nicht den oftvermuteten Hirntumor) sondern auch sonst irgendwas.
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: : : Hallo Elli zu Deinen Fragen folgendes: Ja, sie beisst richtig zu, so daß jede Menge Blut fliesst und sie hat noch nie selber eine Verletzung davon getragen. 2. das erstemal hat sie zu gebissen, aber ohne grössere Verletzung des anderen Hundes, da war sie ca. 18 Monate alt .Ungefähr 2-3 Monate später gab es den nächsten verhältnismäßig harmlosen Angriff ihrerseits. Der erste wircklich scwerwiegendeAngriff kam dann ca. ein halbes jahr später. Bei dem der andere Hund wircklich übel von ihr zugerichtet wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt hat sich unser Ausgehverhalten nicht geändert. Also weiterhin stundenlange Spaziergänge mit mehreren Hunden. Danach hat es sich in soweit eingeschränkt das wir nur noch mit anderen Hunden gegangen sind die sie wircklich noch leiden konnte, aber das sind schliesslich noch 4 Hunde gewesen. Doch letzten Samstag hat sie dann zu unserem erstaunen auch einen dieser Hunde angegriffen und sehr schwer verletzt. Dieser Hund ist ein Rüde ,doppelt so schwer und gross als sie und Luna hat nur eine kleine Schramme!3. Termin beim Tierarzt haben wir morgen, mal sehen was der dazu sagt.Vielleicht konnte ich Dir durch meine Antworten einen genaueren Überblick und Eindruck verschaffen.Vielleicht fällt Dir ja dadurch noch etwas anderes ein, was man machen könnte oder was die Ursache für ihr Verhalten ist. Denn meine Luna gehört zu meiner Familie und ich möchte sie nicht weggeben müssen. Trotzdem danke ich dir schon einmal vielmals!! Nicole
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: Hallo Elli, nein es passiert nur in ihrem "Revier". ausserhalb dessen bekommt sie zwar einen Kamm und knurrt, aber wenn mann sie ruft kommt sie auch gleich, egal wie nah sie diesem Hund ist.alles andere ist unterschiedlich, knurren, Kamm und Zähne fletschen ist immer, doch bei einigen Hunden die sie nicht so gut kennt oder lange nicht gesehen hat, geht sie 5 Sekunden später,nach den Warnsignalen auf den anderen Hund los. Manchmal unterwirft sich dieser sofort was Luna überhaupt nicht interressiert oder er setzt sich kurz zur Wehr,nachdem erauch die gleichen Signale vorher gegeben hat. Manche Hunde versuchen sie noch mit abschlabbern von Lunas Schnauze zu "besänftigen". Das bringt aber leider auch nichts! Bei den Hunden die sie kennt spielt sie durchaus vorher mit ihnen und beisst dann unter knurren und Kamm unvermittelt zu, so wie letzten Samstag. Der andere Hund wird davon so sehr überrascht, daß für ihn kaum noch eine Chance besteht in irgend einer Weise zu reagieren, ausser sich zu wehren oder sofort zu unterwerfen. Inallen Fällen geht sie drauf und beisst solange zu bis mann sie irgendwie von dem anderen Hund runter bekommen hat. Dafür Bleiben einem aber nur max. 10 Sekunden in denen sie nämlich versucht ihn an anderer Stelle zu beissen und deswegen kurz das Maul öffnet.Nicole
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